Energie sparen

Eigentlich können wir Deutschen ja ganz zufrieden mit uns sein. Im europäischen Vergleich liegen wir beim Energiesparen zusammen mit Luxemburg, Irland und Dänemark an der Spitze. Dabei hat die moderne Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft einen immer größeren Strombedarf. Des Rätsels Lösung ist die immer effizientere Stromverwendung. "Immer mehr Anwendungen mit Strom - aber immer weniger Strom je Anwendung" ist das gewinnträchtige Motto.

Ökologisches Hauptargument zum Energiesparen ist heute der hohe Kohlendioxid-Ausstoß bei der Energieproduktion und damit der zunehmende Treibhauseffekt. Mit jeder Kilowattstunde gespartem Strom werden nämlich 690 Gramm weniger Kohlendioxid in die Luft geblasen. Die Deutsche Energie-Agentur (DENA) berechnete, dass sich rein technisch der Primärenergieverbrauch um rund 50 Prozent senken ließe, ohne dass jemand auf irgendeinen Komfort verzichten müsste. Auch die Haushalte könnten durch bewusstes Verhalten locker ein Drittel der benötigten Energie einsparen, ohne jede Askese.

Natürlich spielt auch Geldsparen eine wichtige Rolle für den Verbraucher, gerade weil Strom als aufwändig hergestellte Energieform teuer ist. Im Durchschnitt benötigt ein deutscher Haushalt 2800 Kilowattstunden pro Jahr (ohne Heizstrom), das heißt 2800 Stunden lang wird je Stunde ein Kilowatt vom Kraftwerk geliefert. Spart man nur eine Kilowattstunde Strom am Tag, macht das im Jahr hundert Mark mehr im Geldbeutel aus. Fast die Hälfte der in einem Haushalt benötigten elektrischen Energie frisst die so genannte "Weiße Ware" der Elektrogroßgeräte. Die hungrigsten Stromfresser sind Kühl- und Gefriergeräte, sie verschlingen zusammen fast 22 Prozent des Elektrogeräte-Stromkuchens, gefolgt vom Elektroherd mit 10 Prozent. Waschmaschine und Wäschetrocker kommen zusammen auf 7 Prozent. Die vielen sonstigen Elektrogeräte - vom Staubsauger bis zum Mixer - sind einzeln Hungerkünstler, gemeinsam vertilgen sie aber rund 27 Prozent.

Quelle: nabu.de