Schnäppchen kosten Sicherheit

Experten warnen vor billigen und ungeprüften Elektroartikeln. Auch wenn vermeintliche Prüfsiegel die Käufer in Sicherheit wiegen, verbergen sich hinter Elektro-Schnäppchen häufig gefährliche Geräte, die man besser nicht in Betrieb nehmen sollte.

Das Prüfinstitut des Verbandes der Elektrotechnik (VDE) in Offenbach hat vor Billiggeräten gewarnt, die hauptsächlich aus Asien importiert werden. Ungeeignetes Material und schlechte Sicherheitstechnik seien die gefährlichsten Schwachpunkte, berichtete das Institut. Einige der Billigprodukte aus Fernost, darunter Wasserkocher, Bügeleisen, Kaffeemaschinen oder Toaster, kommen ohne Sicherheitsprüfung auf den deutschen Markt. "Schäppchenjagd kostet Sicherheit", erklärte der Geschäftsführer Wilfried Jäger. Sorge macht den Fachleuten, dass aus China verstärkt Elektroartikel mit gefälschtem VDE-Zertifikat auf den hiesigen Markt kämen. Die Zahl der Missbrauchsfälle habe sich verdreifacht. Rund 100.000 solcher Produkte werden jährlich im Institut einem Härtetest unterzogen. Gut die Hälfte fällt im ersten Anlauf durch.

Zahlreiche Mängel, darunter fehlende Schutzleiter, funktionsuntüchtige Thermosicherungen oder die Verwendung von Kunststoffen, die Hitze nicht gewachsen sind, bergen Gefahren wie Brand, Stromschlag oder Explosion der Geräte.

Quelle: hr-online.de